Wenn das Stillen so einfach wäre

Im Hintergrund sitzt eine Mama, die mit dem Stillen des Babys beschäftigt ist. Im Vordergrund ist ein Mobile zu sehen.

Viele werdende Mamas sind fest entschlossen, dass sie nach der Geburt ihr Baby stillen wollen. Denn wir alle wissen, dass die Muttermilch die beste Nahrung für ein Neugeborenes ist. Doch ziemlich oft werden Mamas vor Probleme gestellt, die unüberwindbar scheinen. Hier erfährst du, was dir helfen kann, um eine wundervolle Stillzeit zu haben.

Stillen ist nicht nur gut für das Baby

Kaum ist dein Baby auf der Welt, geht es auf die Suche nach der Milchzapfsäule. Ich war beide Male einfach überwältigt davon, wie so ein kleiner Mensch schon ganz genau weiß, wozu die Brust da ist.

In der Geburtsvorbereitung, bei den Vorsorgeuntersuchungen und im Internet hast du bestimmt schon erfahren, dass die Muttermilch das beste Nahrungsmittel für ein Baby ist. Denn sie enthält alle notwendigen Nährstoffen, passt sich an die Bedürfnisse deines Kindes während der Wachstumsschübe an und enthält Antikörper, die das Neugeborene vor einer bakteriellen oder viralen Infektion schützen können.

Meine Empfehlungen für Mamas und Papas:

Während des Stillens werden in deinem Körper verschiedene Hormone ausgeschüttet. Eines davon ist das Oxytocin. Dieses Hormon ist dafür verantwortlich, dass sich die Gebärmutter nach der Geburt schneller zusammenzieht. Das wirkt sich positiv auf den Wochenfluss aus. Du wirst dich bestimmt auch freuen, wenn du wieder schöne Unterwäsche OHNE riesige Einlagen tragen kannst.

Durch die Milchproduktion steigt dein Energieverbrauch, was einen positiven Einfluss auf dein Gewicht haben kann. Zusätzlich haben Studien gezeigt, dass das Stillen mit einem verminderten Brustkrebsrisiko einhergeht. Das sind viele gute Gründe, um das Projekt “Stillen” in Angriff zu nehmen.


Welche Probleme können beim Stillen auftreten?

Trotz des innigen Wunsches gibt es verschiedene Ursachen, warum einige Mamas verzweifeln und mit dem Stillen aufhören müssen.

Milcheinschuss

Direkt nach der Geburt produziert dein Körper die Vormilch. Diese als Kolostrum bezeichnete gelbliche Milch ist ein wahrer Wundercocktail. Wenn du dein Baby regelmäßig anlegst, wirst du nach etwa zwei bis vier Tagen merken, dass deine Brüste deutlich gewachsen sind. Tada! Die Milch ist eingeschossen.

Wenn der Milcheinschuss auf sich warten lässt, kann das einige Mamas zum Verzweifeln bringen. Hab Geduld, fütter Prä-Milch zu, wenn dein Baby vor Hunger schreit und lass dich nicht verunsichern. Bei Problemen kannst du jederzeit deine Hebamme oder eine Stillberaterin kontaktieren.

Schmerzende Brustwarzen

Allein wenn ich darüber schreibe, ziehen sich meine Brustwarzen zusammen. Ich kann mich noch erinnern, wie zerschunden die empfindliche Haut schon nach zwei Tagen war. Jedes Anlegen hat nur noch geschmerzt und die Tränen liefen. Aber ich wollte unbedingt stillen! Zum Glück gibt es die MULTI-MAM Kompressen*. Dadurch haben sich meine zerschundenen Brustwarzen ganz schnell erholt und ich glaube, mein Sohn hat gemerkt, dass ich keine Angst mehr vor dem Anlegen hatte. Auf einmal lief alles super!

Wenn die Schmerzen in den Brustwarzen bei dir weiter anhalten und weder durch Kompressen, Brustwarzensalbe oder Silberhütchen besser werden, kann dir vielleicht ein Stillhütchen* helfen. Ich kenne viele Mamas, die dadurch eine angenehme Stillzeit hatten.

Milchstau

Ich glaube, dass es keine Mama gibt, die nicht mindestens einmal einen Milchstau hat. Ich kann mich noch gut erinnern, dass meine Brust wie das Euter einer Kuh aussah. Natürlich nicht mit vier Zitzen, aber mit großen hervorstehenden Adern. Selbst mein Mann war etwas erschrocken.

Jetzt ist es wichtig, dass du trotz der Schmerzen weiter stillst. Zusätzlich kannst du unter der warmen Dusche die Milch ausstreichen oder eine Milchpumpe* verwenden. Nach dem Stillen kannst du ein Weißkohlblatt, das du vorher mit einer Gabel angestochen hast, auf deine Brust legen oder diese mit Quark beschmieren. Auch wenn das komisch aussieht, lindert es die Schmerzen.

Wenn du Fieber bekommst, solltest du dir jedoch ärztlichen Rat einholen.

Durchhalten lohnt sich

Ich selber hatte bei meinem ersten Sohn keinen guten Start in die Stillzeit. Trotzdem habe ich durchgehalten, worüber ich sehr froh bin. Stillen ist einfach total entspannt. Die Milch hat immer die richtige Temperatur, ist überall verfügbar und kostet kein Geld.

Der einzige Nachteil ist, dass der Papa nur zuschauen kann. Aber wenn du Milch abpumpst, dann kann Papa auch mal ran.

Weiterführende Links:

Quelle:

Collaborative Group on Hormonal Factors in Breast Cancer. Breast cancer and breastfeeding: collaborative reanalysis of individual data from 47 epidemiological studies in 30 countries, including 50302 women with breast cancer and 96973 women without the disease. Lancet. 2002 Jul 20;360(9328):187-95

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