So lernt dein Kind alleine zu spielen

Kind malt mit Wachsstiften ein Bild. Das spielen und kreativ sein ist wichtig für die Kinder.

Schon Babys haben die Fähigkeit alleine zu spielen und sich auf eine Sache zu fokussieren. Wenn Eltern Kindern jedoch nicht erlauben, auch einmal gelangweilt zu sein, dann können Kinder die Fähigkeit, sich selbst zu beschäftigen, wieder verlieren.

Spielen ist nicht gleich spielen

Wenn dein Kind sich alleine beschäftigt, dann muss dies nicht immer bedeuten, dass es wie ein wildgewordener Stier durch die Gegend rennt. Manchmal denkt dein Kind einfach nur nach, betrachtet ein kleines Tier oder träumt vor sich hin.

Auch ist nicht immer Spielzeug notwendig, damit dein Kind zufrieden ist und sich selbst beschäftigt. Schon Babys verbringen eine Menge Zeit damit, einfach nur ihre Finger zu betrachten oder den Zeh in den Mund zu stecken.

Meine Empfehlungen für Mamas und Papas:

So unterstützt du das selbstständige Spielen

Es gibt viele Möglichkeiten, wie du dein Kind motivieren kannst alleine zu spielen.

Einfach machen lassen

Wenn sich dein Kind etwas in den Kopf setzt, dann lass es einfach machen. Wenn meine Jungs eine Höhle oder einen Zoo für ihre vielen tierischen Mitbewohner bauen wollen und dazu die Kissen von der Couch brauchen, dann lass ich sie machen. Für Kinder ist es sehr wichtig, ihren Plan eigenständig umzusetzen. Auch wenn das bedeutet, dass manchmal etwas nicht gleich so funktioniert, wie es soll. Das stärkt das Selbstwertgefühl und die Kompetenz, mit Misserfolgen umzugehen.


Halte viele Angebote bereit

Stelle deinem Kind neben Mal- und Bastelmaterialien altersgerechtes Spielzeug zur Verfügung. Ich habe vor Kurzem ein tiptoi-Starterset* geschenkt bekommen und bin positiv überrascht.Mein dreijähriger Sohn kann sich damit über einen sehr langen Zeitraum beschäftigen, denn die Bücher bieten wirklich sehr viel. Mein Großer ist sehr kreativ und kann sich eine Ewigkeit mit Bügelperlen, Kratzbüchern und Vorschulheften beschäftigen.

Führe “Allein-Spielzeiten” ein

Vereinbare mit deinem Kind, dass es sich für einen gewissen Zeitraum alleine beschäftigt. Nutze beispielsweise eine Sanduhr*, damit dein Kind weiß, wann die Zeit vorbei ist. Dann kannst du persönliche Sachen erledigen oder einfach mal entspannen.

Zusammen beginnen, alleine weitermachen

Wenn dein Kind dich bittet mitzuspielen, dann mach dies einfach. Wenn du merkst, dass sich dein Kind immer mehr in das Spiel vertieft und du nur noch daneben sitzt, dann kannst du das Zimmer verlassen und etwas anderes tun.

Erwarte nicht zu viel

Wichtig dabei ist, dass du nicht zu viel erwartest, denn dreijährige Kinder spielen erfahrungsgemäß etwa 15 bis 30 Minuten alleine. Und an manchen Tagen geht es eben nicht ohne Mama oder Papa, was ich persönlich aber auch nicht schlimm finde.

Langeweile fördert die Kreativität

Mir ist langweilig.

Wie oft habe ich diesen Satz schon von meinen Jungs gehört. Dabei ist Langeweile bei Weitem nicht negativ, sondern birgt Potenziale für kreatives Spielen. Kinder haben so die Möglichkeit zu überlegen, auf was sie wirklich Lust haben. Wenn die Langeweile überhand nimmt, dann kannst du deinem Kind natürlich Vorschläge machen. Erziehungsexperten sind sich aber einig, dass ein gewisses Maß an Langeweile wichtig ist.

Fazit

Jedes Kind kann mit etwas mehr oder weniger Übung alleine spielen. Sei geduldig, motivierend und stets bereit, einfach selbst mitzuspielen. Genieße die Zeit, denn irgendwann fragst du dein Kind, ob es nicht Lust hat, mit dir zu spielen…

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