Ist das Baby-led weaning eine gute Alternative zum Brei?

Muffins und Obst als Bestandteil des Baby-led weaning.

Beim Baby-led weaning (BLW) wird komplett auf das Füttern verzichtet. Das Baby bekommt anstelle von Brei Nahrungsmittel, die es selbstbestimmt mit den Fingern zu sich nehmen kann. Es kann so die Nahrung mit allen Sinnen erfahren. Aber trotzdem gibt es einiges zu beachten!

Was ist Baby-led weaning?

Nach dem sechsten Lebensmonat reichen die Nährstoffe in der Muttermilch alleine nicht mehr aus, um dein Baby optimal zu versorgen. Nun wird es Zeit, um die Beikost einzuführen. Standardmäßig empfehlen Kinderärzte die Gabe von Brei. Das Baby-led weaning* stellt dabei einen alternativen Weg dar. Das Baby kann dabei selbst entscheiden was es zu sich nimmt und wann es satt ist. Dabei wird komplett auf das Füttern und die Zubereitung von Brei verzichtet. Kein Füttern, nicht extra kochen und einfrieren – klingt doch ganz nett, oder?


Welche Vorteile hat das Baby-led weaning?

Durch das BLW kann dein Baby seine natürliche Neugier auch beim Essen stillen. Es kann die Lebensmittel anschauen, anfassen, daran riechen und die Konsistenz im Mund erfahren. Dein Baby entscheidet wann es satt ist. Zudem kannst du gleichzeitig mit dem Kind essen. Die Frage, ob Baby-led weaning vor Übergewicht schützt, wurde in einer von Taylor et al. durchgeführten klinischen Studie verneint.

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Welche Nachteile hat das Baby-led weaning?

Durch das Erleben der Nahrung mit allen Sinnen wird das Kind viel mit dem Essen rumspielen. Dabei kann mitunter eine ganze Weile vergehen, bis das Kind fertig ist. So kann es natürlich sein, dass, wenn Mama das Essen wegräumt, das Baby noch gar nicht satt ist. Außerdem besteht vermehrt Verschluckungsgefahr.

Zudem ist fraglich, ob das Baby beim BLW mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden kann, wenn es selbst entscheidet worauf es Lust hat.

Brei und Baby-led weaning kombinieren

Brei* und Fingerfood nach dem Prinzip des Baby-led weaning schließen sich jedoch nicht aus. Du kannst beides gut miteinander kombinieren. So kannst du sicher sein, dass dein Kind ausreichend mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird.

Fazit

Probiere einfach viele verschiedene Sachen aus. Gemeinsam werdet ihr schon einen guten Weg finden, damit dein Baby Spaß am Essen hat. Gerade die Rezeptideen für gesunde Fingerfoods sind auch für die gesamte Familie geeignet. Achte jedoch darauf, dass bei harten Nahrungsmitteln wie Nüssen, rohen Möhren oder Salzstangen Erstickungsgefahr besteht.

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