Die Zähnchen kommen – eine aufregende Zeit für alle

Baby, das auf dem Bauch liegt und lacht. Ein Zähnchen ist zu sehen.

Viele Eltern können es kaum erwarten, wenn das erste Zähnchen das Lächeln ihres Babys noch süßer macht. Dabei werden sie jedoch manchmal von den weniger schönen Seiten des Zahnens überrascht. Damit ihr euch gut auf die manchmal schwierigen Tage und Nächte in der Zahnungsphase vorbereiten könnt, habe ich ein paar Informationen sowie Tipps und Tricks zusammengefasst.

Wann kommt das erste Zähnchen

Im Durchschnitt zeigt sich bei Babys mit etwa sieben Monaten das erste Zähnchen. Zumeist ist dies einer der beiden unteren Schneidezähne. Aber wie bei allem ist das keine Norm, sondern nur eine Richtlinie. Also wenn dein Baby in seinem zweiten Lebenshalbjahr noch keinen Zahn hat, brauchst du dir keine Gedanken zu machen.

Meine Empfehlungen für Mamas und Papas:

In welcher Reihenfolge kommen die Zähnchen

Hier ist eine kurze Übersicht, wann welche Zähne im Allgemeinen durchbrechen:

  • 5.-8. Monat: die beiden unteren Schneidezähne
  • 9.-12. Monat: die oberen und die restlichen unteren Schneidezähne
  • 14. Monat: die ersten Backenzähne
  • 17.-19. Monat: die Eckzähne
  • 23.-26. Monat: die zweiten Backenzähne

Spätestens mit 3,5 Jahren sollte das Milchzahngebiss mit 20 Zähnchen vollständig sein.

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Welche Anzeichen sind typisch beim Zahnen

Das Zahnen kann für dein Baby ein sehr unangenehmer Prozess sein, denn ständig tut im Mund etwas weh. Durch das Herumbeißen auf verschiedenen Dingen versucht dein Baby den Druck etwas zu lindern.

Das Zahnfleisch schwillt an, ständig läuft Speichel aus dem Mund und die Bäckchen sind rot. Da dein Baby nicht viele Möglichkeiten hat, seinen Unmut zu zeigen, kann es sehr quengelig sein und wird möglicherweise schlechter schlafen.

Wie Mama und Papa helfen können

Gerade, wenn Babys wehleidig und quengelig sind, hilft es, mit viel Kuschelzeit und Spielen für Ablenkung zu sorgen. Du kannst deinem Baby einen Beißring* anbieten, auf dem es selbstbestimmt herumkauen und so das Zahnfleisch massieren kann. Oftmals höre ich, dass Eltern anstelle eines Beißringes eine geschälte Möhre verwenden. Sei dabei bitte vorsichtig, denn es besteht Verschluckungs- und Erstickungsgefahr.

Wenn dein Baby starke Schmerzen hat und daher trotz Kuscheln nicht in den Schlaf finden kann, halte Rücksprache mit deinem Kinderarzt oder deiner Kinderärztin. Du erfährst, inwiefern du ein Zahnungsgel oder Schmerzmittel anwenden kannst.

Fieber durch Zahnen

Diese häufig gestellte Frage kann mit “Nein” beantwortet werden. Da das Zahnen anstrengend ist, den Körper viel Kraft kostet und der notwendige Schlaf aufgrund der Schmerzen nicht so erholsam ist, kann es zu einer Schwächung des Immunsystems kommen. In dem Zusammenhang kann schnell ein Infekt auftreten, der mit Fieber einhergeht. Besonders wenn dein Kind schon im Kindergarten ist, kann es sich viel schneller mit Erkältungserregern anstecken.

Ab wann werden die Zähne geputzt

Sobald der erste Zahn da ist, muss dieser auch geputzt werden. Ob du dafür einen Zahnfingerling* oder eine weiche Kinderzahnbürste verwendest, das ist dir überlassen. Viele Eltern berichten, dass das tägliche Zähneputzen ein Kampf ist. Manche Eltern sitzen mit Handpuppen am Waschbecken, halten ihre Kinder fest oder schimpfen aufgrund des täglichen Geschreis. Dadurch ist das Zähneputzen jedoch sowohl für die Kinder als auch die Eltern unangenehm. Mithilfe eines bebilderten Zahnputzbuches* kannst du dein Kind spielerisch an das tägliche Zähneputzen gewöhnen und den Stress rausnehmen.

Zu Beginn reicht das Putzen mit Wasser. Spätestens wenn alle Schneidezähne vorhanden sind, solltet ihr Kinderzahnpasta verwenden. Etwa zu diesem Zeitpunkt steht auch der erste Kennenlernbesuch beim Zahnarzt an.

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