Die 8 wichtigsten Erziehungsfragen

Mama mit Kind, die sich gerade über Erziehungsfragen unterhalten.

Wenn du bei diesem Artikel gelandet bist, suchst du wahrscheinlich Tipps und Tricks zum Thema Kindererziehung. Ich finde es sehr wichtig, dass sich Eltern mit wichtigen Erziehungsfragen auseinandersetzen. Die Erziehung von Kindern ist nämlich kein starrer Prozess, sondern eher ein ausprobieren und aus Erfolgen lernen. Daher möchte ich euch die meiner Meinung nach wichtigsten Erziehungsfragen beantworten.

1. Wie viel Liebe braucht mein Kind?

Liebe und Wertschätzung sind wichtig, damit sich dein Kind gut entwickeln kann. Es muss wissen, dass es auf dich vertrauen kann. Auch dann, wenn es wütend ist oder etwas Falsches getan hat. Obwohl, was ist eigentlich falsch?

Durch Liebe, Aufmerksamkeit und Respekt merkt dein Kind, dass es von dir wertgeschätzt wird. Sehr toll ist dieses Thema in dem Buch „Liebst du mich, auch wenn ich wütend bin?“* aufgegriffen. Denn nur wenn dein Kind weiß, dass es einen Wert hat und wichtig ist, kann es gestärkt in die Welt gehen. Versuche daher immer ein offenes Ohr für dein Kind zu haben.

Meine Empfehlungen für Mamas und Papas:

2. Warum hört mein Kind nicht auf mich?

Das ist eine der wichtigsten Erziehungsfragen, mit der ich mich schon sehr ausführlich beschäftigt habe.

Wenn dein Kind nicht auf dich hört, kann es schlicht und einfach sein, dass es deine Aufmerksamkeit möchte. Denn Kindern ist egal, wie sie die Aufmerksamkeit ihrer Eltern bekommen. Wenn du nämlich beispielsweise mit deinem Kind darüber diskutierst, dass es jetzt Zeit zum Schlafengehen ist, hat es deine volle Aufmerksamkeit. Warum also sollte dein Kind sein Verhalten ändern, wenn es sich mit der Fülle an Aufmerksamkeit wohlfühlt?

Wichtig ist daher, dass du lernst, wie du deinem Kind deine Wünsche und Erwartungen verdeutlichst.

  • Rede von deinen Gefühlen, denn Kinder wollen ihren Eltern gefallen. Nutze daher Sätze wie “Ich würde mich freuen” oder “Ich wünsche mir”. Denn ein respektvoller, offener Umgang miteinander ist zielführender als ein liebloses “Beeil dich”.
  • Achte auf deine Stimmlage. Wenn du etwas möchtest, dann musst du das deinem Kind auch deutlich sagen. Fällt dir vielleicht auf, dass du am Satzende mit deiner Stimme nach oben gehst? Das kann deinem Kind symbolisieren, dass du dir selbst unsicher bist. Versuche dies zu vermeiden und sprich freundlich, aber dennoch mit starker Stimme zu deinem Kind.
  • Zeige deinem Kind den Mehrwert, wenn es mit dir kooperiert. Heute früh erst habe ich meinen Kindern gesagt “Wenn wir jetzt schnell losgehen, dann habt ihr noch ganz viel Zeit, um den Hund von den Nachbarn zu streicheln”. Wenn Kinder wissen, was sie erwartet, dann ist es für sie einfacher zu kooperieren.

Werbung


3. Wie viel sollte ich meinem Kind zutrauen?

Das ist eine häufig gestellte Erziehungsfrage. Kinder möchten selbstständig sein und eigenständig Ziele erreichen. Du kannst diesen Drang deines Kindes positiv unterstützen, indem du dein Kind einfach probieren lässt. Traue deinem Sohn oder deiner Tochter zu, dass es eine Aufgabe erfolgreich bewältigen kann. Kinder helfen auch gerne im Haushalt mit, da sie so merken, dass sie wichtig für die Familie sind. Es gibt viele kleine Aufgaben, die Kinder ohne Probleme erledigen können. Spontan fällt mir dabei ein: Müll runterbringen, Blumen gießen, Geschirrspüler einräumen, Waschmaschine beladen.

Der positive Nebeneffekt ist, dass dein Kind auf die Art und Weise lernt, auch mit Misserfolgen umzugehen oder um Hilfe zu bitten.

4. Darf mein Kind alleine entscheiden?

Ebenfalls ganz oben auf der Liste der Erziehungsfragen steht die Frage hinsichtlich der Eigenverantwortung deines Kindes. Die goldene Regel dabei ist, dass du dir immer die Meinung deines Kindes anhören solltest. Wenn dein Kind nämlich selbst entscheiden darf, wird es selbstwirksam und das stärkt ebenfalls das Selbstbewusstsein. Wie wäre es, wenn dein Kind einfach mal versuchen darf, dich von deiner Entscheidung abzubringen? Vielleicht sind die Argumente deines Kindes gut und du änderst deine Meinung.

Die Entscheidung, was für dein Kind das Richtige ist, liegt aber immer noch bei dir. Erfahrungsgemäß wird dein Kind jedoch eher mit deiner Entscheidung kooperieren, wenn es in die Entscheidungsfindung mit einbezogen wurde. Wenn du deinem Kind sagst“Trink bitte dein Wasser“ wird es entweder mit „ja“ oder mit „nein“ antworten. Fragst du jedoch, ob dein Kind das Wasser mit oder ohne Sprudel trinken möchte, darf es selbst entscheiden und wird daher nicht „nein“ sagen.

5. Erziehungsfragen – Soll ich mein Kind autoritär oder antiautoritär erziehen?

Erziehungsfragen hinsichtlich der Erziehungsstile sind sehr häufig. Ich bin der Meinung, dass eine Kombination beider Erziehungsstile sowohl für dein Kind als auch für dich die beste Lösung ist. Kinder brauchen Grenzen, um sich in in einem sicheren Raum frei entfalten zu können.

Sind die Grenzen jedoch zu eng gesetzt, sodass sich dein Kind eher gegängelt als beschützt sieht, kann die Eltern-Kind-Beziehung darunter leiden. Daher ist es sinnvoll, Kindern Freiheiten zu lassen. Besonders wichtig ist dies in der Pubertät. Denn nur so hat dein Kind die Möglichkeit, auch eigene Erfahrungen zu machen. Erziehe dein Kind einfach nach ihren oder seinen Bedürfnissen. Wenn du mehrere Kinder hast, denke jedoch daran, dass jedes Kind unterschiedliche Bedürfnisse hat und du deine Erziehung dahingehend ausrichten musst.

6. Wie wird mein Kind selbstbewusst?

Die Frage ist einfach beantwortet, aber leider nicht immer so einfach umzusetzen. Damit dein Kind selbstbewusst werden kann, muss es auf sich selbst vertrauen und merken, dass es etwas bewirken kann.

Du kannst dein Kind dabei unterstützen, indem du das machst, was ich in den vorherigen Erziehungsfragen erläutert habe. Zusätzlich ist es wichtig, dass du dein Kind motivierst und lobst. In dem Buch „Starke Kinder: Strategien für selbstbewusste und ausgeglichene Kinder“* sind tolle Tipps und Tricks beschrieben.

7. Erziehungsfragen – Muss ich mein Kind kontrollieren?

Der Spruch Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, gilt nicht in der Erziehung. Eher gilt, vertraue deinem Kind und kontrolliere es nur so wenig wie möglich. Du kennst dein Kind am besten, daher musst du auch entscheiden, welches Maß an Vertrauen angemessen ist.

Ich habe erfahren, dass elterliches Vertrauen das Selbstbewusstsein des Kindes positiv beeinflusst. Also lass dein Kind ruhig Dinge ausprobieren und den Erfolg spüren.

8. Was soll ich tun, wenn ich wütend bin?

Wenn du wütend bist, dann lass dies nicht an deinem Kind aus. Weder mit Worten noch mit Händen. Nimm dir etwas Zeit für dich, konzentriere dich auf deine Atmung oder mach ein paar Yoga-Übungen. Du wirst sehen, dass die Wut ganz schnell verflogen ist.

Wenn du wieder klar denken kannst, sag deinem Kind, warum du wütend warst. Dieses Verhalten hilft auch deinem Kind, denn sieht es, dass Mama und Papa auch mal wütend werden. Gleichzeitig hinterfragt dein Kind das eigene Verhalten, lernt aber auch Strategien, um mit der Wut umzugehen.

Fazit zu den wichtigsten Erziehungsfragen

Wenn du versuchst, ein paar dieser Tipps anzuwenden, wirst du sehen, dass dein Kind weniger angespannt, ängstlich und unsicher ist. Und vor allem kannst du so den Kreislauf des ewigen Diskutierens durchbrechen!

Weiterführende Links

Shop