Darum solltest du deinem Kind gut zuhören

Mama und Tochter, die gemeinsam auf dem Bett liegen und einander zuhören.

Dein Kind kommt aus dem Kindergarten oder der Schule. Auf deine Frage “Wie war es heute?” bekommst du nur ein “Gut”. Kommt dir das bekannt vor? Eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin aus Potsdam erklärt, wie Eltern richtig zuhören, mit ihren Kindern ins Gespräch kommen und erfahren, was wirklich in ihnen vorgeht.

Nicht reden, sondern zuhören

Darum geht es in dem Buch von Ulrike Döpfner “Der Zauber guter Gespräche – Kommunikation mit Kindern, die Nähe schafft”*.Eltern stellen häufig die falschen Fragen und erwarten eine ausführliche Schilderung. Wenn dein Kind in der Schule etwas erlebt hat, was beängstigend oder beschämend war, wird es auf deine Frage “Wie war es in der Schule?” nur mit wenigen Worten antworten. Löcherst du dein Kind jetzt mit weiteren Fragen, fühlt es sich automatisch in die Enge gedrängt und gegängelt.

Daher empfiehlt die Kinderpsychologin, aktiv zuzuhören.

Meine Empfehlungen für Mamas und Papas:

 

Aktiv zuhören – Eine kurze Anleitung

Beim aktiven Zuhören ist es wichtig, dass du dir für dein Kind Zeit nimmst – egal wann, egal wo.

Was ist aktives Zuhören?

“Beim aktiven Zuhören schweigen wir nicht, sondern wir fassen das, was wir verstanden haben, in unseren eigenen Worten zusammen und melden es dem Kind zurück” erklärt Ulrike Döpfner.

Indem du dich in die Lage deines Kindes hineinversetzt, kannst du besser die Gefühlslage deiner Tochter oder deines Sohnes nachempfinden. Wenn du zusammenfasst, was dein Kind dir gesagt hat, fühlt es sich automatisch verstanden und ernst genommen.

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Sei zurückhaltend mit Bewertungen und Ratschlägen

Wir Eltern geben Kindern viel zu oft gut gemeinte Ratschläge, die häufig jedoch nicht zielführend sind. Wenn dein Kind beispielsweise traurig ist, dass die beste Freundin mit jemand anderem gespielt hat, bringt es nichts zu sagen “Dann spiel doch auch mit jemand anderem”. Eltern sollen die Emotionen des Kindes erfassen. Dadurch haben unsere Kinder die Chance, selbst Lösungen für ihre Probleme zu erarbeiten.

Die Tatsache für sich selbst einzustehen und eine Lösung zu finden, stärkt das Selbstwertgefühl deines Kindes. Des Weiteren “fühlen sich Kinder angenommen und ermuntert, sich zu öffnen”, erklärt Ulrike Döpfner.

Nutze den Zeitpunkt, wenn dein Kind reden möchte

Wenn deinem Kind etwas auf dem Herzen liegt und es mit dir reden möchte, dann solltest du dir Zeit nehmen. Sicher gibt es im Familienleben immer etwas zu tun, aber lass lieber das Essen als dein Kind warten.

Wenn du deiner Tochter oder deinem Sohn jetzt noch deine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkst, kann sich ein vertrauensvolles Gespräch entwickeln. Leg dein Handy zur Seite und kümmer dich um die wichtigste Sache der Welt – dein Kind.

Hier kannst du das Buch “Der Zauber guter Gespräche – Kommunikation mit Kindern, die Nähe schafft”* direkt bestellen.

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